Mein Selbsterfahrungsprojekt – allein auf Weltreise mit 40+ mit Rucksack und Kamera

Ich heiße Martin, bin 49 Jahre alt und wohne im idyllischen Bad Fischau, im südlichen Niederösterreich. Meine Interessen sind vielfältig. Ich bin begeisterter Mountainbiker und Läufer, gehe im Winter gerne Schifahren und unternehme gerne Schitouren. Ich bewege mich generell gerne an der frischen Luft. Yoga hilft mir dabei mich zu entspannen. Außerdem fotografiere und reise ich wahnsinnig gerne.

Ich habe meinen gutdotierten Job nach fast 15 Jahren Firmenzugehörigkeit gekündigt, um meinen lang gehegten Traum einer Weltreise wahr werden zu lassen.

Vielen haben bereits vor mir eine lange Auszeit für eine Weltreise genommen. Ich bin also bei weitem nicht der erste, der diesen Schritt wagt. Die Meisten tun dies im Anschluss an ihre Ausbildung. Ich war nun doch schon 40+, oder besser 50-, stand mitten im Berufsleben und hab mir einiges aufgebaut. Auf jeden Fall war es mein erstes Mal.

Soll ich es wirklich wagen?

Folgende Überlegungen hatte ich im Vorfeld zum Projekt Weltreise mit 40+:

  • Wofür Lebe ich?
  • Bin ich schon zu alt für so etwas?
  • Was habe ich ihm Leben erreicht?
  • Will ich so noch 15 Jahre bis zur Pension weiter machen?
  • Kann mein Fernweh durch 5 – 6 Wochen Urlaub im Jahr nicht auch gestillt werden?
  • Was mache ich nach der Reise?
  • Kann ich mir das überhaupt leisten?
  • Ist allein zu reisen eine gute Idee?
  • Werde ich einsam sein?

Alleine zu reisen hat den Vorteil der absoluten Unabhängigkeit. Wenn ich beschließe eine Woche am Strand zu liegen, kann ich das tun. Wenn es mir irgendwo nicht gefällt, reise ich weiter. Alleine zu reisen hat leider auch den Nachteil. Wer passt auf das Gepäck auf, wenn ich mal auf die Toilette muss. Die Kosten für Unterkünfte können nicht geteilt werden. Am schwersten wiegt aber das Thema Einsamkeit. Klar treffe ich unterwegs immer wieder Leute mit denen ich mich austauschen kann. Meistens geht man aber bald wieder getrennte Wege. Eine tiefe Beziehung, wie eine Freundschaft aufzubauen ist schwer, wenn du als Nomade unterwegs bist.

Ich fand mich damit ab, nicht alle Fragen beantworten zu können. Vielleicht finde ich die Antworten unterwegs, vielleicht werde ich manche nie beantworten können.

Wie ein vollreifer Apfel …

Dann war es soweit. Meine Entscheidung fiel wie ein vollreifer Apfel vom Baum. Meine innere Stimme schrie: Mach es einfach. Leg das Sicherheitsdenken ab. Zieh raus in die Welt. Danach werden wir schon weitersehen.

Reaktionen

Ich erwartete von meinem Umfeld breites Unverständnis über meinen Entschluss? Umso überraschter war ich, über die tatsächlichen Reaktionen.

Zuerst habe ich diesen Schritt natürlich meiner Allerliebsten und langjährigen Lebenspartnerin, Doris, mitgeteilt. Gott sei Dank sind wir in vielen Punkten verwandte Seelen. Sie freute sich natürlich nicht, jetzt ein Jahr ohne mich zu verbringen, verstand aber meine Beweggründe und hat mich seitdem in meiner Entscheidung bestärkt und tatkräftig unterstützt.

Meine Arbeitskollegin war zunächst bestürzt und auch mein Arbeitgeber war Anfangs sprachlos. Als ich meine Motivation erklärte, gab es anerkennende Bewunderung. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Und schließlich die Reaktion meiner Eltern. Mamma macht sich Sorgen um ihren Buben. Der Bub ist zwar schon fast 50, aber halt noch immer ihr Bub. Mein Vater war ganz begeistert von meinem Entschluss und ich hatte das Gefühl, er würde gerne mitfahren.

Im Freundeskreis zeigte sich ein ähnliches Bild. Meistens hörte ich:

  • Toll!!
  • Ich gratuliere.
  • Wo soll es denn hingehen?
  • Ich selbst würde das auch gerne machen, traue mich aber nicht.

Vorbereitung

Ich habe mich getraut. Innerhalb von zwei Monaten leitete ich alle notwendigen Schritte in die Wege. Da war ja noch die Sache mit der Wohnung, Krankenversicherung, Flugticket, Visum und dem nötigen Reiseequipment. Ist sich alles ausgegangen.

Meine Art zu Reisen:

Wie ich reisen wollte, war mir von Anbeginn klar. Ich hab mir eine Liste von Ländern gemacht, die ich während eines Jahres besuchen wollte. Dabei wollte ich möglichst wenig zu Hause vorplanen.

Der Plan war mit möglichst wenig Planung, als digitaler Nomade mittels moderner technischer Hilfsmittel, meinen Weg durch die Welt zu finden. Orientierungshilfen sind das Internet, Tipps von Mitreisenden und natürlich Empfehlungen von Einheimischen. Und der Zufall sollte eine Chance haben, mir die Welt zu zeigen. Nach meiner Erfahrung hinterlassen unvorhergesehene Ereignisse die tiefsten Eindrücke.

Reisetagebuch – Blog – Unterstützer

Dann setzte ich noch diese Blog auf. Ich hatte keinerlei Vorwisse und danke meinem Freund Fritz für seinen Support bei der Installation des Blogs, und der ambulanten Unterstützung, bei sonstigen technischen Problemen.

Auch meiner ehemaligen Kollegin Verena, sei gedankt für die gelungene Ausarbeitung meines Blog-Logos.

Meine Motivation für diesen Blog:

Meine Freunde, Familie und alle die an Reisen interessiert sind, an meinen Erlebnissen und Gedanken teilhaben zu lassen. Die Arbeit am Blog hilft mir dabei, die gesammelten Erfahrungen zu verarbeiten. Die Flut an Eindrücken ist gewaltig. Hoffentlich kann mein Blog auch den einen oder anderen ermutigen, seine lang gehegten Reisepläne umzusetzen.

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Was auch immer deine Motivation ist, mir virtuell auf meiner Reise zu folgen. Ich freue mich, dass du dabei bist, bin dankbar für Feedback und Anregungen. Dafür stehen dir das Kommentarfeld meines Blogs, mein Facebook– und Instagram-Account zur Verfügung.