Ich habe schon einige Orte wie Sipadan gesehen, aber das ist 45 Jahre her, seitdem nicht mehr.

Jacques Cousteau

Sipadan ist für Taucher so etwas wie Mekka, Jerusalem, Varanasi oder der Kailash für die jeweiligen Glaubensrichtungen der Welt. Ein Sehnsuchtssort, ein Ort an dem du als Taucher einfach gewesen sein musst. Schwärme von Haifischen, Barakudas und Schildkröten sollen sich in den unberührten Tiefen vor der heute unbewohnten Insel tummeln. Werde ich genauso begeistert sein wie der berühmte französische Tauchpionier Jacques Cousteau? Oder ist Sipadan nur ein überteuerter Tauchspot?

Aufmerksam auf diesen berühmten Tauchspot wurde ich ausgerechnet im tiefsten Dschungel Malaysias, im Taman Negara Nationalpark. Auf einer zwei Tage dauernden Dschungelwanderung komme ich mit unserem Guide ins Gespräch und irgendwann erzähle ich ihm von meiner Tauchausbildung auf Koh Tao. Dabei stellt sich heraus, dass auch er begeisterter Taucher ist. Immer wenn es seine Tätigkeit zulässt ist er in einem der Tauchspots seiner Heimat unterwegs.

Dort musst du unbedingt hin

Er schildert wo er schon überall gewesen ist und bei einem Namen fangen seine Augen richtig zu leuchten an – „Sipadan! Dort musst du unbedingt hin“ – meint er, „das ist das beste was du je unter Wasser sehen wirst“ fährt er fort. Es folgte eine Beschreibung seiner Tauchabenteuer und die Schilderung der vielfältigen Unterwasserwelt um diese Insel. Ich war sofort Feuer und Flamme.

Der Vorteil an meiner Art des Reisens ist unter anderem, dass ich flexibel bin. Keine schon wochen- oder monatelange geplante Reiseroute bestimmt meinen Alltag, ich kann von heute auf morgen entscheiden, wo es hingehen soll. Deshalb ist der Entschluss schnell gefasst: auf nach Sipadan. Als Vorbereitung fuhr ich für ein paar Tage auf die Perhentians – ich möchte als halbwegs erfahrener Taucher in Sipadan ankommen, um dort die faszinierende Unterwasserwelt richtig genießen zu können.

Frau im Kayak auf Mabul

Nach meinem Flug über Kuala Lumpur lande ich in der Stadt Tawau auf Borneo. Am nächsten Tag geht es mit dem Bus weiter nach Semporna – dem Ausgangspunkt für die Überfahrten auf die Inseln Mabul, Kapalai, Mataking, Pom Pom und natürlich Sipadan.

Semporna, das Tor zum Paradies?

Jetzt stehe ich in Semporna am Pier und bin entsetzt. Semporna ist so ziemlich genau das Gegenteil eines Sehnsuchtsortes.Es ist laut, die engen Gassen der kleinen Stadt sind von Autos verstopft, es stinkt nach Abgasen, Fäkalien und Fischabfällen.Tauchschulen und Restaurants prägen das Straßenbild. Das ist also das Eingangstor ins Taucherparadies. Skeptisch ich bin.

‚ Ich betrete das Büro von Scubajunkies, wo ich mein Taucherpackage gebucht habe. Ja, ich habe ein Package gebucht. Es ist nämlich nicht einfach ein Permit für Sipadan zu bekommen. Nur mit einigen Ressorts besteht die Möglichkeit in Sipadan zu tauchen. (siehe meine Tipps weiter unten)

Qual der Wahl

Sipadan ist seit dem Jahr 2004 unbewohnt. Bis dahin gab es auf der kleinen Insel ein Ressort,welches geschlossen wurde, um die intakte Umwelt in den umliegenden Gewässern nicht zu gefährden. Seitdem kommt man nur mehr mit einem Permit in den Genuss dieses fantastischen Tauchgebietes. Pro Tag dürfen etwas mehr als 100 Taucher Sipadan besuchen. Ichhabe mich für ein relativ günstiges Paket von Scubajunkies entschieden. Scubajunkies betreiben ein eigenes Ressort auf der Insel Mabul und ich konnte dort noch kurzfristig ein Bett im Schlafsaal ergattern. Nicht meine erste Wahl, aber es sollte sich als Glücksgriff herausstellen. Insgesamt bin ich fünf Tage auf Mabul und absolviere dort täglich drei Tauchgänge – ein Tag davon ist nur für Sipadan reserviert.

Dorf auf  Mabul
Dorf auf Mabul

Mit zunehmendem Wohlstand haben zahlungskräftige chinesische Touristen das Taucherparadies entdeckt. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es sogar Direktflüge von China nach Semporna. Schon in Semporna fallen die vielen in chinesischer Schrift verfassten Werbetafeln vor den Lokalen und Tauchschulen auf.

Zuerst war ich skeptisch. Schlafsaal, eigentlich mag ich diese Unterkunftsart ja nicht, möchte mir das mit Ende 40 wirklich nicht mehr antun, möchte Privatsphäre, eigenes Bad und so weiter. Aber wie geht der blöde Spruch: „das Leben ist kein Wunschkonzert“. Außerdem gab es keine günstigere Alternative. Ich hatte noch ein Angebot von einem Luxusressort auf Kapalai um 200,-Euro pro Nacht, plus Extrakosten für die Ausrüstung und das war im Budget nicht drin. Außerdem wäre ich mir unter den ganzen Flitterwochenpärchen in dem idyllischen Resort fehl am Platz vorgekommen.

Meine Befürchtungen bezüglich des Schlafsaals sollten sich als unbegründet herausstellen.

Gleich beim erstmaligen Betreten des Saals werde ich von Raj begrüßt. Der 60- jährige amerikanische Patentanwalt kommt ursprünglich aus Indien und betreibt seine Kanzlei seit einigen Monaten von verschiedenen Orten in Südostasien aus, als digitaler Nomade sozusagen. Ich bin erleichtert: Endlich einmal jemand der älter ist als ich und noch dazu im Schlafsaal.

Chinesen sind immer laut, oder?

Sonst sind lauter junge chinesische Touristen mit uns untergebracht und meine Vorurteilsmaschine beginnt zu arbeiten. Das wird jetzt laut werden, keine Rücksicht auf Schlafende, es wird gespuckt und gerotzt bis die Galle hochkommt und so weiter. Wie bei so vielen Vorurteilen erweisen sich auch diese als unbegründet. Die jungen Leute begrüßen mich in bestem Englisch und fragen wie es mir geht. Auch in der Nacht schleichen alle mucksmäuschenstill und vorsichtig in ihr Bett, um nur ja niemanden zu wecken. Einer von Ihnen, Max – er trägt wie die meisten seiner Landsleute einen westlichen Spitznamen – sollte in den nächsten Tagen mein Tauchbuddie werden. Das war allerdings eine etwas chaotische Angelegenheit, dazu später.

Im Speise- bzw. Aufenthaltsraum tummelt sich eine buntgemischte internationale Truppe von Tauchbegeisterten. Familien, Pärchen,aber hauptsächlich Packpacker jüngeren Alters bevölkern das Ressort. Schnell lernt man sich kennen, Gesprächsstoff geht Tauchern nie aus.

Raj, derPatentanwalt packt erstmals seine nagelneue Unterwasserkamera aus und ist von der Bedienung des Geräts überfordert. Er zückt sein Telefon und will seinen IT Techniker anrufen, damit ihm dieser am Telefon die Bedienung der Kamera erklärt. Welch geniales Bild: Wenn Raj irgendwelche technischen Probleme hat, ruft er einfach seinen IT Guy an. Dieser sitzt, wie sollte es anders sein, als outgesourcter Mitarbeiter in Bangalor und ist rund um die Uhr erreichbar.

Marcel, ein tauchbegeisterter Lehrer aus der Schweiz, versucht ihm zu helfen und meint, dass wir das auch ohne IT Guy schaffen. Und wirklich wahr, irgendwie klappt das dann mit der Bedienung.

Am Tisch sitzen noch Hazleen und ihr Mann Oshon. Das sympathischemalaysisch- britische Paar wird in den nächsten Tagen meine Tauchbegleitung sein.

Hütte auf Mabul

Inselrundgang

Vor dem Abendessen mache ich noch einen Inselrundgang. Bereits am Pier waren die provisorischen, oft windschiefen Wellblechhütten der sogenannten „Sea Gipsy“, also Seezigeuner zu sehen. Diese Sea Gipsy haben sich auf Mabul angesiedelt und leben vom Fischfang, betreiben Stände mit Souvenirs oder kleine Essensbuden und einige von ihnen arbeiten in den angrenzenden Ressorts.

Der Inselrundgang offenbart ein faszinierendes Minibiotop. Ein Kind treibt mit einem Stock eine verbeulte Fahrradfelge vor sich her, andere spielen Volley- oder Basketball zwischen den Müllhaufen der Ansiedlung. In einer engen Seitengasse entdecke ich ein kleines Mädchen, das in muslimischer Tradition gekleidet einen Fußball kunstvoll jongliert. Stolz zeigt sie ihre Ballkünste, als wollte sie damit sagen: „Mit den Jungs auf der Insel kann ich locker mithalten.“

Mädchen beim Ballspiel, Mabul
Sie hat es echt drauf
Fisch wird frisch zubereitet, Mabul
Jeden Abend gibt es frischen Fisch

Nach einigen Minuten habe ich die Hüttenansiedlung hinter mir gelassen und stehe mitten in einem exklusiven Ressort. Größer könnte der Kontrast nicht sein. Hohe Palisadenzäune grenzen die Nobelabsteige vom benachbarten Dorf ab. Security achtet darauf, dass nur die richtigen Leute das Gelände betreten, die zahlenden Gäste nur ja nicht belästigt werden. Palmen beschatten luxuriöse Holzbungalows, die von einem gepflegten Rasen umgeben sind.

Jugendliche auf Mabul
Kinder spielen am Strand von Mabul

Ich schlurfe an der Kayakstation und dem eleganten Restaurantbereich vorbei und bin wenige Minuten später wieder in der richtigenWelt. Ich passiere ein Tor und befinde mich wieder in einem Wellblechdorf, kaufe mir eine Kokosnuss und genieße den erfrischenden, schmackhaften Saft.

Vorsicht beim Souvenirkauf

In den Souvenirständen werden allerlei Utensilien angeboten, die man besser nicht kaufen sollte. Neben harmlosen Ketten aus Glasperlen und Leder gibt es einzelne Haifischzähne oder auch ein ganzes Gebiss, Muscheln und Korallenbruchstücke zu kaufen. Gerade die aus dem Meer entnommenen Teile tragen dazu bei, das ohnehin fragile Gleichgewicht der Riffe noch mehr ins Wanken zu bringen. Als verantwortungsbewusster Reisender sollte man vom Kauf solcher Mitbringsel Abstand nehmen und die Leute unterstützen, indem man ihnen Früchte oder ihre selbstgemachten Kleidungsstücke und Schmuckstücke wie Lederarmbänder abkauft.

Ressort auf Mabul
Exklusives Resort auf Mabul

Ich schlurfe weiter und schon bin ich wieder in meinem Ressort angekommen. Der gesamte Rundgang hat mit Fotostopps gerade einmal 25 Minuten gedauert. Small world.

Schildkrötenstation auf Mabul

Unser Ressort betreibt eine Schildkrötenaufzuchtstation wo auch Locals miteinbezogen werden, diese helfen die seltenen grünen Meeresschildkröten zu betreuen. Dabei werden die Eier dieser riesigen Meeresechsen von den Einheimischen am Strand ausgebuddelt, in speziell geschützten Bereichen wieder eingegraben und danach streng bewacht. Hast du Glück und die Tiere schlüpfen gerade, während du auf der Insel bist, kannst du dieses seltene Spektakel live miterleben. Ich habe Glück.

Jungschildkröten frisch aus dem Ei geschlüpft, Mabul
Jungschildkröten frisch aus dem Ei geschlüpft

Beim Abendessen ist es soweit. Ein Angestellter des Ressorts unterbricht das Abendmahl mit der freudigen Nachricht: „Wir bekommen Nachwuchs.“ Wer will kann live dabei sein, wenn die kleinen Reptilien schlüpfen und anschließend ins Meer entlassen werden. Niemand bleibt im Restaurant, alle stürmen, die Kamera- oder das Handy gezückt, Richtung Brutplatz. Es ist schon ein beeindruckendes Spektakel. Zuerst werden die gerade geschlüpften Schildkröten vorsichtig in einen großen Eimer gesetzt und dem staunenden Publikum präsentiert. Fasziniert betrachten wir das Gewusel im Eimer. Die Kameras sind im Dauereinsatz.

Bei der Geburt dabei

Die Leiter der Station erklären uns das Projekt und Wissenswertes zur Aufzucht der Reptilien. Die Bruttemperatur bestimmt das Geschlecht der Tiere, bei 28°schlüpfen nur Männchen, bei 32°nur Weibchen.

Nach der Fotosession, der Entbindung quasi, geht es an den Strand und wir dürfen die Tiere bei ihren letzten Metern ins Meer aus sicherer Entfernung filmen und fotografieren. Instinktiv wissen die Meeresechsen wo sie hin müssen, und eine nach der anderen verschwindet in der sanften Brandung. Nur wenige werden die ersten Wochen überleben. Die jungen Schildkröten haben viele Gefahren zu überwinden, sie sind vor allem für Haie eine begehrte Nahrungsquelle. Diejenigen die durchkommen werden zu majestätischen Riesenschildkröten heranwachsen und wiederum ihre Eier auf der Insel ablegen.

Danach geht es wieder zum Abendessen und wir werden wieder unterbrochen. Wir haben unglaubliches Glück, auch aus einem zweiten Nest schlüpfen gerade die Jungen und abermals begeben wir uns zum Brutplatz,um dieses Schauspiel noch einmal zu verfolgen.

In den folgenden Tagen werden die Tauchspots um Mabul abgegrast. Leider sind die Sichtverhältnisse nicht immer optimal, aber wenn wir etwas zu Gesicht bekommen, ist das sensationell.

der Author auf einer ausrangierten Motorradraupe, Mabul
Springt nicht mehr an, ich habe es versucht

Weird Dive

Einmal tauchen wir vor Kapalai und ich bekomme Max, meinen chinesischen Zimmergenossen als Tauchpartner zugeordnet. Unser heimischer Tauchguide führt uns diesmal durch einen künstlich angelegten Unterwasserparcours. Künstliche Riffe, in Form von Häusern, dienen Korallen und Fischen als Zufluchtsort. Eigentlich ist der Spot ganz reizvoll, leider ist die Sicht an diesem Tag extrem schlecht und man sieht nur 3 – 4 Meter weit.

Und es kommt wie es kommen muss, erstmals in meiner kurzen Tauchkarriere verliere ich meinen Tauchbuddie. Dann ist auch noch unser Tauchguide verschwunden. Hazleen, Oshon und ich suchen die beiden und zumindest unser Guide ist innerhalb der kritischen Zeit wieder da. Er hat versucht eine Riesenschildkröte von einem Plastikteil zu befreien, dass sich in ihren Beinen verfangen hat. Max ist ihm gefolgt und hat ihn dabei anscheinend verloren. Max bleibt verschwunden. Unser Tauchgang ist aber sowieso bereits beendet, nach 55 Minuten geht der Luftvorrat zu Neige und wir tauchen auf. Gott sei Dank ist Max ganz in der Nähe bereits aufgetaucht und ihm ist nichts passiert.

Muräne, Mabul
Muräne

Am Abend muss ich über den Eintrag in Hazleens Tauchlog laut lachen. Sie meinte das war ein ziemlich verrückter Tauchgang und sie notierte neben den üblichen Daten, welche Fische wir gesehen haben, mit welcher Ausrüstung wir wie lange unter Wasser waren, den kurzen Satz: „Lost a chinese guy“.

Kofferfisch, Mabul
Kofferfisch

Tauchen unter der Ölplattform

Direkt vor der Insel liegt eine ausrangierte Ölplattform, die in ein Hotel für Taucher umgebaut wurde. Darunter hat sich auf künstlichen Riffen im Schatten der Plattform eine faszinierende Unterwasserwelt gebildet. Dort entdecken wir, eingefädelt in einem künstlichen Steinhaufen eine fast 3 Meter lange Riesenmuräne. Das Tier hatte einen größeren Schädel als ich und mein Kopf ist nicht gerade klein. Die Bilder in diesem Beitrag sind übrigens hauptsächlich von Hazleen gemacht worden, ich darf sie dankenswerterweise verwenden. Meine Spiegelreflexkamera ist leider nicht wasserdicht und an ein spezielles Gehäuse habe ich bei meiner Abreise nicht gedacht.

ehemalige Ölplattform die zu einem Tauchressort umgebaut wurde, Mabul
früher Ölplattform, heute Tauchbasis

Der große Tag rückt immer näher, endlich ist es soweit. Heute geht es mit dem Tauchboot auf die 15 km entfernt liegende Insel Sipadan. Extrem aufgeregt steigen wir frühmorgens ins Boot.

Vom Neufeldersee nach Sipadan

Eine Überraschung erwartet mich, unsere Tauchlehrerin ist aus Perg in Oberösterreich und ist schon ein paar Monate auf den Inseln vor Borneo unterwegs. Tauchen gelernt hat sie am Neufeldersee, größer könnte der Unterschied zu Sipadan gar nicht sein. Dort das trübe, kalte Wasser des ehemaligen Tagebaubergwerks, hier das von Jaques Cousteau hochgelobte tropische Taucherparadies.

Der Wellengang ist rauh und ich habe schon Angst, ob wegen der unruhigen See, das Wasser voller Schwebeteile und die Sichtverhältnisse schlecht sein werden. Gott sei Dank sind meine Ängste unbegründet: die See um die einsame Felsnadel ist ruhig. Bevor wir tauchen gehen können, müssen wir noch auf der Nationalparkstation der Insel einchecken und können das ehemalige Ressort erkunden.

Rangerstation auf Sipadan
Rangerstation auf Sipadan

Endlich da

Danach geht es endlich los. Ich tauche ein und am liebsten hätte ich vor Begeisterung laut aufgeschrien – das ist übrigens unter Wasser keine gute Idee. Während ich bisher schon froh war mal einen Hai für Sekundenbruchteile zu sehen, bekomme ich jetzt das volle Programm. Unglaublich welche Unzahl an Fischen dort herumtollt, es wuselt nur so um uns herum. Habe ich in den vergangenen Tauchgängen keinen einzigen Hai und nur ab und zu mal eine Riesenschildkröte gesehen, so bin ich jetzt erschlagen von der Vielfalt die mich umgibt. Bereits in der ersten Minute sehe ich meinen ersten Hai, dann noch einen, und noch einen und dann tauche ich durch einen Barakudaschwarm – unfassbar.

Die Sicht ist ausgezeichnet und alleine während eines Tauchgangs sehe ich 35 Meeresschildkröten und 15 Haie. Die Tiere hier sind nicht scheu und so kann man in aller Ruhe neben diesen majestätischen Meeresräubern tauchen, sie in aller Ruhe beobachten.

Krokodilfisch, Sipadan
Krokodilfisch

An diesem Tag tauchen wir insgesamt zweimal am Barracuda Point, da dort die Sicht am besten ist. Schwer beeindruckt kehre ich am späten Nachmittag wieder nach Mabul zurück. Es wird künftig schwer sein, in normalen Tauchgebieten unterwegs zu sein, die hier gesehene Artenvielfalt legt die Messlatte für künftige Tauchabenteuer sehr hoch.

Der Author im Tauchanzug, Sipadan
nach dem ersten Tauchgang vor Sipadan
auf Tuchfühlung mit einem Grauhai, Sipadan
Haie…
Barracudaschwarm, Sipadan
… Barracudas …
Fische umschwärmen den Author, Sipadan
… gigantische Fischschwärme …
… Grauhai …
Grüne Schildkröte, Sipadan
… und eine von unzähligen grünen Schildkröten.

Neuer Zimmergenosse

Abends bekomme ich einen neuen Zimmergenossen. Sam aus Schottland ist ein Tauchlehrer, der einen kurzen Abstecher auf Mabul macht, um die Unterwasserwelt von Sipandan kennenzulernen. Er kommt gerade aus Kolumbien, wo er ein Jahr lang an der karibischen Küste als Tauchlehrer gearbeitet hat. Da Kolumbien auch auf der Wunschliste meiner Reiseländer steht, habe ich viele Fragen an ihn und bereitwillig gibt er sein Insiderwissen an mich weiter. Eifrig notiere ich Sams Tipps zu Sprach- und Tauchschulen in Kolumbien. Aufgrund seiner Empfehlungen beschließe ich meinen Sprachkurs in Medellin zu starten. Aber bis dahin bleiben noch ein paar Wochen Zeit. Zuerst möchte ich noch Borneo mit seinen faszinierenden Dschungelgebieten und der reichen Tierwelt bereisen.

Tipps für deine Tauchabenteuer um Sipadan

Anreise:

Solltest du von den Perhentians anreisen wollen, so wie ich, gibt es eine schlechte Nachricht. Du musst zuerst von Kota Bharu nach Kuala Lumpur fliegen, und von dort mit dem Flieger nach Tawau. Dort kannst du entweder in Tawau übernachten oder gleich nach Semporna weiterfahren. Busse gibt es sowohl am Flughafen als auch in Tawau. Abgefahren wird, sobald der Bus voll ist. Alternativ kannst du auch ein Taxi buchen.

Tawau selbst ist nicht besonders reizvoll, aber für eine Übernachtung ist der Ort gut genug.

Tauchschulen mit Unterkünften und Permits für Sipadan:

http://www.scubajunkie.com/ meine erste Wahl. Vom Schlafsaal bis zum klimatisierten Bungalow reicht die Bandbreite des Bettenangebotes. Vor allem in der Hauptsaison musst du rechtzeitig vorab buchen. Schlafsaalbetten sind auch kurzfristig verfügbar.

https://seaventuresdive.com/ die ehemalige Ölplattform ist nun eine Tauchbasis. Wer einmal ein etwas ausgefalleneres Taucherlebnis buchen möchte.

Vor allem für Paare in den Flitterwochen und Finanzkräftigen Kunden beliebt, das idyllische Kapalai Dive Resort. https://dive-malaysia.com/sipadan-kapalai-dive-resort/

Warst du schon mal hier?

Warst du schon einmal in Sipadan tauchen? Wie waren deine Erfahrungen? Vermisst du Infos im Artikel? Ich freue mich auf dein Feedback im Kommentarfeld?

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Sipadan – Tauchen auf den Spuren von Jacques Cousteau
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Martin Wieser

der Niederösterreicher hat mit 49 Jahren seinen Job gekündigt um mal ein Jahr die Welt zu erkunden. Er beschreibt und bebildert seine Erlebnisse auf dieser Seite und will vor allem eines: deine Reiselust wecken.

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