Die Perhentian Islands sind der wohl beliebteste Tauch- und Schnorchelspot in Malaysia. Viele Besucher nutzen ihren Aufenthalt auf den Inseln um günstig, in schöner Umgebung ihren Tauchschein zu absolvieren.

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Hast du schon einen Tauchschein? Prima, dann kannst du zu unschlagbar günstigen Preisen Fun Dives buchen und die großartige Unterwasserwelt genießen. Auf den Perhentians hast du gute Chancen Schwarzspitzenriffhaie und grüne Meeresschildkröten zu beobachten. Falls du nicht tauchen möchtest, auch kein Problem. Die Strände sind wunderschön und du kannst einfach mal die Seele baumeln lassen und in der Sonne brutzeln.

Teluk Pauh Bucht, bester Ort zum schnorcheln auf den Perhentian Islands
Teluk Pauh Bucht

Kecil und Besar

Die Perhentians bestehen aus zwei Hauptinseln, die kleinere, Perhentian Kecil, ist mit dem Backpackerstrand Long Beach ein beliebtes Ziel für Rucksackreisende. Die große Insel, Perhentian Besar, wird von Familien und Ruhesuchenden bevorzugt. Aber auch auf Kecil findest du abseits vom Long Beach einige ruhige Buchten mit Ressorts für jeden Geldbeutel.

Autofreies Paradies

Was sofort auffällt, es gibt keine Straßen auf der Insel und dadurch auch keinen Autoverkehr. Der perfekte Ort für Ruhesuchende. Außer den Motorbooten, die zwischen den Inseln und dem Festland verkehren, gibt es keinen Motorenlärm und keinen Abgasgestank. Herrlich.

Strand in Besar am Morgen, Perhentian Islands

Schon während meiner Tauchausbildung in Koh Tao habe ich den Tipp von einer argentinischen Reisenden gekriegt: „Wenn du in Malaysia bist, musst du als Taucher unbedingt die Perhentians besuchen.“

Nach dem schweißtreibenden Dschungeltrekking im Taman Nagara Nationalpark, war das für mich ein attraktives Kontrastprogramm. Außerdem gibt es von dort eine gute Verbindung auf die Perhentians.

Tauchen als Horizonterweiterung

Es war eine meiner besten Entscheidungen auf meiner Weltreise, tauchen zu lernen. Ich kann es euch nur empfehlen. Es erweitert den Erfahrungshorizont ungemein. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mir wird es an Stränden schnell langweilig, mögen sie noch so schön sein. Ein paar Stunden oder Tage zum Entspannen mit süßem Dolcefarniente sind für mich schon in Ordnung, aber dann? Gähnende Langeweile.

Anlegestelle auf Besar, Perhentian Islands

Wenn aber die Möglichkeit besteht, tauchen zu gehen, ist die Langeweile schnell verflogen. Unter Wasser tut sich eine neue Welt auf, die man vom Strand aus nicht mal erahnen kann. Außer du gehst schnorcheln, aber beim Tauchen bist du wirklich mittendrin im Geschehen, näher dran an der faszinierenden Unterwasserwelt. Während meines Aufenthaltes auf den Perhentians habe ich täglich drei Tauchgänge absolviert und bin so richtig süchtig geworden nach diesem Sport

Ein Tauchgang kostet hier ca. 18,- Euro, einen davon habe ich dann sogar als Private Dive bekommen, da gerade kein anderer Teilnehmer gebucht hat. Ich kann euch die Turtle Bay Divers empfehlen. Die Hauptniederlassung befindet sich am Long Beach auch Kecil. Die Zweigniederlassung auf Besut befindet sich gleich hinter Mamma’s Chalet.

Tauchen lernen mit 40+?

Ist es mit Ende 40 nicht schon zu spät um tauchen zu lernen. Klare Antwort: keineswegs? Sollten gesundheitlich keine Einwände (ärztliches Attest) bestehen, lass dich darauf ein. Ich kenne niemanden der nach ein paar Tauchgängen nicht begeistert war. Gerade in Südostasien gibt es viele faszinierende Gebiete und in wenigen Tagen kannst du hier, für vergleichsweise wenig Geld deinen Tauchschein absolvieren (siehe meinen Bericht zu Koh Tao).

Ich bin ich einfach auf gut Glück auf die Inseln gefahren und habe mich vom Boot auf Besar absetzen lassen. Dort gibt es einige Resorts und gleich bei der 2. Anfrage hatte ich Glück. Im Mama´s Chalet war noch eine einfache Strandhütte mit Ventilator relativ günstig zu haben – um 120 Ringit pro Nacht. Preis/Leistung stimmt hier nicht 100%ig. Man merkt, dass schon lange nichts mehr in den Erhalt der Anlage investiert wurde. Ein leider weit verbreitetes Problem in Südostasien, aber besser als ein Schlafsaal ist es allemal.

Strandhütte auf den Perhentian Islands
meine Strandhütte

Und man ist ja sowieso kaum im Zimmer, denn auf den Perhentians wird den ganzen Tag getaucht. Praktischerweise befindet sich in der Nähe eine Niederlassung der Turtle Bay Divers, wo ich mir gleich das Programm für die nächsten Tage gesichert habe.

Hinter den Turtle Bay Divers auf Besar gibt es einen kleinen Dschungelpfad. Auf dem kannst du in 10 Minuten durch den Urwald zum benachbarten Strand wandern, um zu schnorcheln oder einmal ein anderes Restaurant auszuprobieren.

Die besten Tauchspots auf den Perhentians

Die schönsten Tauchspots sind Shark Point, Turtle Beach, Crocodile Rock, T3 und Police Wreck.

Praktisch an den Perhentians ist, dass alle Tauchspots in nur wenigen Minuten mit dem Boot erreichbar sind und du jeden Tag mehrere neuen Plätze erkunden kannst.

Bei meinem ersten Tauchgang beim Shark Point, nomen est omen, habe ich tatsächlich meinen ersten Hai in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen. Ich war total aufgeregt, obwohl ich das scheue Tier gerade einmal für wenige Sekunden gesehen habe. Es ist, sobald es mich bemerkt hat, sofort verschwunden.

Haie, die blutrünstigen Monster der Meere?

Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass Haie nicht die blutrünstigen Meeresmonster sind, wie uns in manchen Filmen suggeriert wird. Durch diverse reißerische Hollywoodfilme à la „Der weiße Hai“, Teil I bis irgendwas, hat sich in vielen Köpfen das Bild des blutrünstigen Monsters festgesetzt, dass nur darauf wartet, leichtbekleidete Badende zum Frühstück zu verspeisen. Bei den wenigen Haiattacken die weltweit pro Jahr passieren, handelt es sich meistens um Unfälle oder um Fehlverhalten der Taucher. Es gab 2018 weltweit gerade einmal 66 Haiangriffe von denen 4 tödlich endeten.

Kokosnuss des Grauens?

Durch herabfallende Kokosnüsse sterben pro Jahr 150 Menschen weltweit und ich kenne niemand der eine Kokosnussphobie hat oder in lauter Panik vor Kokospalmen davonläuft. Quelle Statista.com. Mir ist auch kein einschlägiger Horrorfilm bekannt, á la „Die Kokosnuss des Grauens“, der eine ähnliche Phobie wie der weiße Hai ausgelöst hätte.

Tauchen im Burkini

Bei einem Tauchgang lerne ich ein junges Paar aus Borneo kennen. Sie ist nach islamischer Sitte gekleidet und taucht sogar im Burkhini. Ich erzähle ihnen von meinen Tauchplänen für Sipadan und die quirlige Frau ist sofort hellauf begeistert, dass ich auf ihrer Insel tauchen gehen möchte. Sie erklärt mir sogleich detailreich, wo ich in der Gegend um Sipidan tauchen kann, wo ich buchen soll und wie ich am besten hinkomme. Dankbar nehme ich ihre Tipps entgegen. Ihre schillernden Schilderungen machen mich noch neugieriger.

Besar am Morgen, Perhentian Islands
Besar am Morgen

Schnorcheln auf den Perhentian Islands

Da man ja 18 – 24 Stunden vor einem Flug nicht mehr tauchen gehen soll, wegen der Stickstoffanreicherung im Blut und der damit verbundenen Gefahr einer Stickstoffvergiftung, ist am letzten Tag schnorcheln angesagt.

Der genialste Schnorchelspot auf den Perhentians befindet sich in unmittelbarer Nähe der Teluk Pauh Bucht, gleich nach dem Perhentian Island Resort. In der wunderschönen Bucht schaue ich einer grünen Meeresschildkröte eine geschlagene viertel Stunde beim Fressen zu – dann taucht sie auf, genau in meine Richtung. Mir ist kurz vor Aufregung die Luft weggeblieben. Es ist ein gewaltiger, erhabener Anblick, wenn so eine mächtige Riesenschildkröte auf dich zukommt. Sie weicht knapp vor mir im letzten Moment aus, schnappt kurz nach Luft und taucht wieder zum Fressen ab.

Sogar einen Schwarzspitzenriffhai kann ich kurz im Ufer nahen Gewässer erspähen. Das scheue Tier verschwindet aber blitzartig, als es meine Anwesenheit bemerkt, wie bei meinem ersten Tauchgang.

Nach ein paar Tagen heißt es wieder aufbrechen. Um einige Tauchgänge und vor allem um viel Taucherfahrung reicher.

Fazit

Mein Fazit zu den Perhentians: Tauchen, Schnorcheln und was noch?: In der Sonne brutzeln oder einfach mal richtig ausspannen. Die Inseln sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Mit großer Erwartung fiebere ich meinem nächsten Ziel entgegen. Borneo mit seinen berühmten Regenwäldern, Orang Utans, Nasenaffen, Zwergelefanten und einem weltberühmten Tauchspot: Sipadan.

Meine Tipps für deinen Aufenthalt auf den Perhentian Islands:

Verkehr zwischen den Inseln

Du kannst problemlos die Wege zwischen den Inseln, oder von einer Bucht zur anderen mit dem Boot zurücklegen. Untertags kostet die kurze Überfahrt gerade einmal 15 Ringit. Bei meinen Tauchgängen bin ich öfter bei der Zentrale der Turtle Bay Divers vorbeigekommen, die sich auf der Insel Kecil am Long Beach befindet. Der Strand dort ist traumhaft, ich hab selten so türkisfarbiges Wasser und so strahlend weißen Sand gesehen.

Anreise:

Von Kuala Lumpur gehen zweimal täglich Busse vom BTS Busterminal nach Kuala Besut, wo sich der Fährhafen für die Boote zu den Inseln befindet. Tickets kannst du hier vorab buchen.

Von Taman Negara: Viele Reisende fahren gleich im Anschluss an ihren Besuch des Taman Negara Nationalparkes auf die Perhentian Islands. Die lokalen Reisebüros in Kuala Tahan organisieren jeden Morgen Minibusse zu den Inseln. Mit ein paar mal Umsteigen, alles ist bestens organisiert, beträgt die Fahrzeit an die 5 Stunden.

Fähre auf die Perhentian Islands:

In der Fähre in Kuala Besut wirst du gefragt, wo du aussteigen magst. Zur Auswahl stehen zwei Inseln:

  • Kecil kleine Insel, Zielpublikum hauptsächlich Partypeople und Backpacker;
  • Besar große Insel – Familienstrand

Tipp: Es ist nicht unbedingt notwendig ein Fährticket vorzubuchen, obwohl dir das die Reisebüros natürlich einreden möchten. Du kannst einfach bei der Jetty in Besut fragen, irgendein Boot fährt immer auf die Inseln, bei den kleineren Booten hast du die Chance auf nette Gespräche mit den Einheimischen. Die Hin- und Rückfahrt kostet 70 Ringit.

Unterkünfte auf den Perhentian Islands

Die Quartiere auf den Inseln sind etwas teurer als auf dem Festland, für europäische Verhältnisse aber immer noch günstig. Lass dich nicht abschrecken, wenn du zur Hauptsaison (Juli – August) auf den Buchungsplattformen (booking.com oder agoda.com) keine freien Zimmer mehr findest. Einfach auf die Insel übersetzen, an deinem bevorzugten Strand aussteigen und durchfragen. Irgendetwas ist immer frei. Wenn nicht, kannst du dich immer noch mit dem Boot nach Kecil an den Long Beach Strand fahren lassen. Die Zimmerauswahl ist dort am größten. Und zur Not: ein Bett in einem Schlafsaal ist immer frei.

Passende Unterkünfte für jeden Geldbeutel auf den Perhentian Islands findest du hier.

Ich habe im Mama´s Chalet auf Besar übernachtet. Das Ressort bietet einfach schon etwas in die Jahre gekommene Strandhütten mit und ohne Klimanlage. Preis um die 120,– MYR pro Nacht.

Das Perhentian Islands Resort ist wohl das beste Resort auf den Inseln, die Preise sind dementsprechen höher. Der davorliegende Strand ist wunderschön und ein genialer Ort zum Schnorcheln.

Auf Kecil, der kleineren der beiden Inseln findest du das größte Zimmerangebot in allen Kategorien auf den Perhentians. Für Backpacker gibt es hier günstige Hostels. Auch ein Campingplatz befindet sich auf dem Strandabschnitt, wo du praktischerweise auch das Zelt mieten kannst.

Die meisten Tauchschulen bieten im Paket Kurse und Betten im Schlafsaal an, die meisten davon auf Kecil.

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Perhentian Islands – tauchen, schnorcheln – und was noch?
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Martin Wieser

der Niederösterreicher hat mit 49 Jahren seinen Job gekündigt um mal ein Jahr die Welt zu erkunden. Er beschreibt und bebildert seine Erlebnisse auf dieser Seite und will vor allem eines: deine Reiselust wecken.

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