Ich beschreibe die Ereignisse die zum Völkermord in Kambodscha führten sehr ausführlich. Die schrecklichen Ereignisse der jüngere Geschichte haben das Land und die Menschen darin stark geprägt, und zu wissen was damals passiert ist, hilft den Charakter des Landes und die Mentalität der Menschen besser zu verstehen.

Pol Pots Khmer Rouge

Vor über 40 Jahren brach das personifizierte Grauen über das vormals wohlhabende Land herein. Pol Pots maoistische Rebellenbewegung, Khmer Rouge – die roten Khmer, zogen 1975 unter lautem Jubel der Bevölkerung in der Hauptstadt Phnom Penh ein. Der Jubel sollte nicht lange anhalten.

Der Schatten des Vietnam Kriegs – wie alles begann

Die koloniale Vergangenheit des Landes und der langjährige Vietnamkrieg sorgten im Land für instabile Verhältnisse. Der ursprünglich in den 60er Jahren durch Wahlmanipulation an die Macht gekommene Monarch, Prinz Sihanouk, wurde vom amerikatreuen General Lon Nol gestürzt. Der unterstützte die Amerikaner im Nachbarland im Vietnamkrieg.

Die Vietnamesen nutzten den, teilweise durch kambodschanischen Gebiet führenden Ho Chi Minh Pfad, um militärischen Nachschub und Kämpfer nach Südvietnam einzuschleusen.

Zigtausende Tonnen von Bomben verwüsteten entlang dieses Pfades weite Landstriche Kambodschas. Zum Leid der dortigen Landbevölkerung die über 200.000 Tote zu beklagen hatte.

Lon Nol – der korrupte General

Lon Nols Regierung war geprägt von Korruption und harter Verfolgung seiner politischen Gegner. Er war dadurch beim Volk extrem unbeliebt. Der sich langsam um den Intellektuellen Pol Pott gruppierende, kommunistische Widerstand, profitierte von dieser Situation. Viele Kämpfer, vor allem aus der armen Landbevölkerung, schlossen sich seiner Bewegung an.

Als sich die Amerikaner 1975 endgültig aus Vietnam zurückzogen verlor Lon Nol seine militärische Unterstützung. Die kommunistischen Rebellen waren jetzt nicht mehr zu stoppen.

der Siegeszug der roten Khmer

Am 17. April 1975 marschierten die roten Khmer in Phnom Penh ein. Ihre Schreckensherrschaft sollte 3 Jahre, acht Monate und 20 Tage dauern. Beinahe ein Viertel bis zu einem Drittel der Bevölkerung Kambodschas kam dabei gewaltsam ums Leben. Man spricht von 1,7 bis 2,2 Millionen Toten. Ein beispielloses Massaker.

Die Führungsriege der roten Khmer
Die Führungsriege der roten Khmer

Bruder Nr. 1

Pol Pott, kurz als Bruder Nummer 1 bezeichnet, schuf eine Ideologie, die das einfache, bäuerliche Leben glorifizierte. Stadtmenschen, sowie gebildete Menschen generell, betrachtete er als das wahre Übel der Welt, und er bekämpfte es mit allen Mitteln.

Schon am nächsten Tag, der Jubel war noch kaum verklungen, zeigte das Regime sein wahres Gesicht. Pol Pott erließ die Anordnung zur Evakuierung aller Städte des Landes. Die Stadtbevölkerung wurde aufs Land getrieben und dazu gezwungen Feldarbeit zu verrichten.

Wer sich weigerte, wurde getötet. Viele starben bereits aufgrund der ungewohnten harten Tätigkeiten, an Hunger oder an den Strapazen der monatelang dauernden Gewaltmärsche.

Aber es kam noch schlimmer. Ein nie dagewesener Feldzug gegen die eigene Bevölkerung begann.

Der Kampf gegen das eigene Volk

Das Regime war extrem paranoid und sah überall Feinde seiner Ideologie. Wer auch nur den leisesten Verdacht aufkommen ließ, regimefeindlich zu denken oder zu handeln, kam in die Todesmühle des Systems. Jeder der im Verdacht stand ein Intellektueller zu sein, wurde zum Feind des Volkes erklärt. Dazu reichte es schon aus, eine Brille zu tragen.

Fast der komplette Klerus wurde vernichtet, Mönche galten ebenfalls als Feinde des Systems. Denunziationen waren an der Tagesordnung. Ein falsches Wort, und du kamst in Fänge der Todesmühlen des Regimes.

Selbst Leute aus dem Parteiapparat, bekamen den Wahn ihrer eigenen Ideologie zu spüren. Eine kleine Verfehlung, ein falsches Wort und schon war man ein Feind des Volkes. Millionen Leute wurden in den folgenden Schreckensjahren zuerst erniedrigt, gefoltert und dann getötet.

Vietnam schreitet ein

Das Regime ging an seinem eigenen Größenwahn zu Grunde. Pol Pott versuchte, das ursprünglich zu Kambodscha gehörende Mekong Delta, von den Vietnamesen zurückzuerobern. Es kam immer wieder zu Überfällen von Khmer Rouge Soldaten auf vietnamesische Siedlungen im Grenzgebiet. Das war keine gute Idee.

Die in den langen Jahren des Widerstandes, zuerst gegen die Franzosen und danach gegen die militärische Weltmacht USA, erprobte Armee, setzte sich zur Wehr. Vietnamesische Truppen marschierten im Dezember 1979 in Kambodscha ein.

Das Ende des Regimes

Nach nicht einmal einem Monat übernahmen sie die Macht in Phnom Penh und beendeten damit die Gräuel des Khmer Rouge Regimes in weiten Teilen des Landes. Nur im Norden des Landes konnte sich die Terrortruppe noch bis Ende der 1990er Jahre halten, und lieferte sich einen Guerillakrieg mit der Besatzungsmacht. Erst mit dem Tod Pol Potts endete die Ära der roten Khmer endgültig.

Zwei Gedenkstätten zeugen heute in Phnom Penh von Schrecken der Roten Khmer: Tuol Sleng – das Foltergefängnis S-21 und Choeung Euk – die Killing Fields. Wir haben beide besucht, waren tief beeindruckt und haben die wichtigsten Stationen unseres Besuches zusammengefasst.

Tuol Sleng, S-21 – Gedenkstätte für ideologischen Wahnsinn

Unweit des Zentrums liegt die ehemalige Schule, die als Sonderanstalt unter dem Namen S-21 berühmt berüchtigt wurde. Ich empfehle den sehr guten deutschsprachigen Audioguide in Anspruch zu nehmen. Auf der Homepage der Anstalt findest du die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise: http://tuolsleng.gov.kh/de/ . Auf der Seite findest du auch einen Google Street View Link, der wo du dich virtuell durch die Ausstellung bewegen kannst.

Tuol Sleng, Phnom Phem, Kambodscha
Der Eingang zur ehemaligen Hölle

Es ist wirklich harter Tobak, der uns hier geboten wird. Ähnliches habe ich bisher nur einmal erlebt. Kurz vor meiner Weltreise habe ich das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen besucht. Die Ideologien hinter den Verbrechen mögen unterschiedlich sein, der dahinterstehende Wahnsinn und ihre schrecklichen Auswirkungen sind einander ähnlich: Millionen toter Menschen.

Im Schnelldurchlauf durch die Killing Fields?

Es gibt Reiseveranstalter die dich im Schnelldurchlauf durch S-21 und danach in die Killing Fields karren. Ich empfehle beide Stationen ohne Zeitdruck aufzusuchen, das dargebotene Grauen kann man nicht im Schnelldurchlauf erfassen. Die individuelle Besichtigung ist auch nur geringfügig teurer, als die geführten Gruppentouren.

Der ehemalige Schulhof, Tuol Sleng

Diese Sonderanstalt diente dazu, Geständnisse über vermeintliche Verfehlungen gegen das Regime aus den Insassen herauszupressen. Und soviel stand fest. Wer einmal verdächtigt wurde, hatte sein Leben verwirkt, ausnahmslos. Alles fand unter strengster Geheimhaltung statt, die Bevölkerung hatte keine Ahnung, was sich hinter den Stacheldraht bewehrten Mauern der ehemaligen Schule abspielte.

Die Verdächtigen wurden meist bei Nacht in den unscheinbaren Gebäudekomplex gebracht, wo sie erst in engen, stickigen Zellen untergebracht wurden.

Zellenkomplex in Toul Sleng
Zellenkomplex

Foltermethoden

Danach ging es zum Verhör. Mit Schlägen, Elektroschocks und Waterboarding – simuliertem Ertrinken (ja das gab es auch schon vor Guantanamo), sollten die Delinquenten ihr Fehlverhalten gestehen.

Verhaltenskodex für Folteropfer

Es gab sogar einen schriftlichen Verhaltenskodex, den die Insassen unterzeichnen mussten. Darin wurden sie aufgefordert, während der Tortur nicht zu schreien, da sonst extremere Foltermaßnahmen als Strafe zu erwarten seien.

Schriftliche Regeln für die Folteropfer von Tuol Sleng
Regeln für Folteropfer

Die Folterknechte mussten aber selbst auf der Hut sein. Sollte einer der Gefangenen an den Torturen sterben, kamen sie selbst als Feinde des Regimes in die Folterzellen, diesmal als Opfer.

Irgendwann gesteht jeder

Die Verhöre waren alle erfolgreich, irgendwann gestand jeder. Die Folterungen hörten erst dann auf, wenn das Opfer keine neuen Geständnisse mehr liefern konnte. Viele ahnten, dass sie anschließend der Tod erwartete, und sie versuchten sich zu retten, indem sie immer neue Geschichten erfanden.

Folterkammer im Tuol Sleng
Folterkammer

Wenn keine weiteren Geständnisse zu erwarten waren, wurden die Delinquenten zur Hinrichtung in die Killing Fields, etwas außerhalb der Stadt gebracht. Um sie in Sicherheit zu wiegen, wurde ihnen gesagt, dass sie nur an einen anderen Ort gebracht und dann freigelassen werden. Diese Lüge war notwendig, damit sie beim Transport nicht durch Klagelaute die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich zogen.

Die Grabmale der letzten Oper

Im Innenhof waren einige Grabmale zu sehen. Unter diesen wurden die letzten Opfer des Gefängnisses verscharrt. Kurz bevor die Vietnamesen Phnom Penh einnahmen, ermordeten die Folterknechte ihre letzten Verhöropfer an Ort und Stelle. Sie wurden einfach zu Brei geschlagen. Fotos bezeugen wie bestialisch zugerichtet sie vorgefunden wurden. Das Regime wollte keine überlebenden Zeugen.

Tag der Befreiung

Im danebenliegenden Gebäude sind die Folterzellen zu besichtigen. Die Gefühlslage der Befreier kann ich mir kaum vorstellen. Da kamen erfahrene, vietnamesische Kämpfer in diese Anstalt, die in den langen Jahren des Krieges, zuerst gegen die Franzosen und dann gegen die USA, unvorstellbares Grauen mit ansehen mussten.

Sie fanden zuerst die verstümmelten Leichen der letzten Insassen, und dann kam ihnen noch ein weinendes Kind entgegen, das wie durch ein Wunder das Lager überlebte. Selbst diese abgebrühten Soldaten waren fassungslos. Auch mir trieb es bei dieser Geschichte die Tränen in die Augen. Ein großformatiges Foto welches im Innenhof des Komplexes aufgestellt ist, erinnert an diese Szene.

Kinder bei der Befreiung durch Vietnamesische Truppen
Kinder bei der Befreiung

Das nächste Gebäude zeigte die engen Räume, in die man die Delinquenten brachte, wenn sie nicht gerade gefoltert wurden. Enge stickige Zellen, mehr hoch als breit, schon beim vorbeigehen bekommst du Platzangst.

Die Bildergalerie

Dann kam der für mich bedrückendste Teil der Ausstellung. Alle Insassen wurden bei ihrer Einlieferung fotografiert. Die dabei entstandenen Bilder hängen dort an den Wänden und du kannst in ihren Gesichtern die Verzweiflung, die Ratlosigkeit und die nagende Angst förmlich spüren. Die Bilder wirken noch mehr, wenn du weißt, dass niemand der Abgebildeten überlebt hat.

Fotos der Opfer
Fotos der Opfer
Mutter und Kind im Foltergefängnis
Mutter und Kind im Foltergefängnis

Du siehst in die Augen von Männern und Frauen jeden Alters und aller Gesellschaftsschichten. Auch Fotos von Kindern waren dabei. Fotos von unschuldigen Kindern. Wie krank muss dieses Regime gewesen sein.

Nachdenkliche Besucher

23 haben überlebt

Nur 23 von insgesamt 20.000 Menschen die im Lager gewesen sind, überlebten die Torturen. Sie haben Glück gehabt. Ihre Fähigkeiten wurden gebraucht. Einer konnte Schreibmaschinen reparieren, die Protokolle des Grauens mussten getippt werden. Ein anderer war Maler, er malte die Schergen des Systems in heroischen Posen. Deshalb überlebten Sie.

Die Spuren der meisten Überlebenden haben sich verloren. Nachweislich sind nur 3 davon heute noch am Leben, und einer von Ihnen steht Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung. Der alte Mann schlief gerade, als wir beim Weg zum Ausgang bei ihm vorbeikamen. Ich wollte seine Ruhe nicht stören und verließ tief erschüttert und um eine Erfahrung reicher, den ehemaligen Ort des Grauens.

Überlebende des Tuol Sleng Gefängnisses
wie durch ein Wunder überlebt
Überlebender des Terrors
Überlebender des Terrors

Tuol Sleng ist nur eines von vielen hunderten, gleichartigen Gefängnissen, die im ganzen Land ihr tödliches Werk verrichteten. Um Kambodscha zu verstehen, solltest du so eine Anlage besichtigen.

Du musst dir mal vorstellen wie das ist, wenn ein Drittel der Bevölkerung ausgelöscht wird. In nahezu jeder Familie muss es Opfer gegeben haben. Das Trauma des Landes wird mittlerweile auch von Gerichten aufgearbeitet und ein paar Anhänger des Regimes wurden verurteilt. Pol Pott selbst, der Drahtzieher der Massenmorde, starb eines natürlichen Todes, friedlich im Kreise seiner Angehörigen. Ungerechte Welt.

Choeung Ek- Killing Fields

Nachdem wir am Vortag Tuol Sleng, das berüchtigte Foltergefängnis im Herzen von Phnom Penh besichtigten, wollen wir natürlich auch zu den Killing Fields. Wir brauchen einen Tag Abstand, um die starken Eindrücke von S-21 zu verdauen. Ich kann mir nicht vorstellen, beide Stationen an einem einzigen Tag zu absolvieren, zu stark und schwer zu verarbeiten, sind die damit verbundenen Emotionen.

Teich auf dem Gelände des Killing Fields Museums
idyllischer Teich im Killing Fields Gelände

Nichts lässt auf den ersten Blick erahnen, was sich hier in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts abgespielt hat. Wir betreten das Gelände durch ein schön verziertes Tor.

Auch hier bekommst du auf Wunsch einen sehr guten deutschsprachigen Audioguide zur Verfügung gestellt, den ich nur empfehlen kann.

Ankunft im Park

Die ganze Anlage wirkt wie ein liebevoll gepflegter Park. Aber dann geht es schon los. Unter einem Schatten spendenden Baum befindet sich die erste Station des Areals. Dort wurden die Insassen abgeladen, viele kamen aus dem Foltergefängnis S-21. Falls sie nicht gleich hingerichtet wurden, brachte man sie noch in Baracken unter. Den Opfern wurde übrigens gesagt, dass man sie einfach nur an einen anderen Ort bringt. Manche glaubten, dass Sie bald frei kämen und die Torturen endlich vorbei waren – eine trügerische Hoffnung.

Die Tötungswerkzeuge

Auf einer Schautafel in der Nähe sind die Hinrichtungswerkzeuge abgebildet. Meist waren es harmlos aussehende, landwirtschaftliche Geräte, wie Spitzhaken, Schaufeln oder Äxte. Es gibt auf dem Gelände einen Baum, dessen längliche, gezackte Blätter dazu genutzt wurden, um den Menschen die Kehle durchzuschneiden. Die massenhaft durchgeführten Tötungen mussten billig sein, Gewehrkugeln waren zu teuer.

Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, wurden die Transporte und die Tötungen meist in der Nacht durchgeführt. Um die Todesschreie der Menschen nicht nach außen dringen zu lassen, wurde laute Propagandamusik gespielt, die aus großen Lautsprechern dröhnte die an einem Baum befestigt waren.

Die Opfer, manche waren noch am Leben, wurden an Ort und Stelle in tiefe Gruben gekippt, mit ätzenden Chemikalien übergossen und schließlich verscharrt. Noch heute spült der Regen regelmäßig Knochenfragmente aus dem Erdreich. Erbe der grausigen Vergangenheit.

Gebeine auf den Killing Fields

Der Todesbaum

Ein besonders grauenvoller Ort war ein Baum, an dem bunte Bänder im Wind baumelten. Diese wurden zum Gedenken an die zahlreichen Säuglinge angebracht, die hier ermordet wurden. Sie wurden getötet indem man Ihre wehrlosen Körper einfach solange gegen den Baumstamm schmetterte, bis sie sich nicht mehr bewegten.

Der Todesbaum im Killing Fields Museum
Der Todesbaum

Das paranoide Regime hatte Angst vor den Nachkommen der getöteten „Systemfeinde“. Niemand entkam den Fängen der Todesmaschinerie. Der Leiter der berüchtigten Anstalt S-21, der später zu lebenslanger Haft verurteilte Kaing Guek Eav, schlicht Duch genannt, entschuldigte sich vor Gericht als einziger leitender Funktionär für seine Gräueltaten, als er mit den Tötungen der Säuglinge konfrontiert wurde.

Pagode

Auf dem Gelände befindet sich auch eine eigens errichtete Pagode, in der die Gebeine von Opfern aufgeschichtet sind. Du kannst noch ganz deutlich die Stellen erkennen, an denen die Spitzhacken oder Äxte ihre tödlichen Spuren hinterließen.

Pagode im Killing Fields Museum
Pagode

Unfassbar für mich war das Verhalten mancher Besucher. Viele lassen sich doch tatsächlich mit lachenden Gesichtern in verschiedenen Posen vor der Pagode oder dem Todesbaum ablichten, als ob sie vor einer harmlosen Attraktion wie dem Eifelturm oder dem Big Ben stehen würden.

Tief bewegt verlassen wir das Gelände.

Von der UNO anerkannte Regierung

Pikantes Detail am Rande. Auch nach der Befreiung durch die Vietnamesen, blieben die roten Khmer die offiziell anerkannte Regierung Kambodschas mit einem eigenen Sitz in der UNO. Der Einmarsch des kommunistischen Vietnams wurde von vielen westlichen Regierungen nicht als Befreiung gefeiert, sondern als aggressiver Akt verurteilt. Darunter befanden sich Länder wie Frankreich, die USA und Deutschland.

Happy new year.

Auf der Rückfahrt ins Zentrum bekommen wir doch noch etwas von den Neujahrsfeierlichkeiten zu sehen. Feiernde Menschen stoppen, das Taxi, schmieren uns Babypuder ins Gesicht, sehen meine Kamera, sind rücksichtsvoll, besprenkeln uns nur leicht mit Wasser, lachen. Also ob Sie uns sagen wollen: wir lassen uns nicht unterkriegen, wir feiern, wir leben. Happy new year.

Anreise

Die Killing Fields befinden sich ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, umgeben von Feldern und Wiesen. Ein idyllisches Umfeld, welches als Kontrast das Grauen noch verstärkt. Vom Zentrum beträgt die Fahrzeit mit dem Taxi oder Tuk Tuk gerade einmal 20 Minuten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Gedenkstätte hat von 8 – 17 h geöffnet. Die Eintrittskarte kostet pro Person $ 2,–, bzw. $ 6,– mit deutschsprachigem Audioguide.

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Bildergallerie

Die Terrorjahre der roten Khmer
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Martin Wieser

Ich bin Martin. Im zarten Alter von 49 Jahren habe ich beschlossen eine Auszeit zu nehmen, meinen Job gekündigt um mal ein Jahr die Welt zu erkunden. In meinem Blog beschreibe und bebildere ich meine Erlebnisse. Und ich habe eine Mission: deine Reiselust zu wecken.

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